Verarbeiter

Verarbeiten Sie biologische Produkte wie Brot, Marmelade, usw.? Lagern oder entwickeln Sie eine Produktpalette mit Ihren eigenen Etiketten?

  • Bio-Kontrolle

    Woraus besteht die Kontrolle?

    Möchten Sie als Verarbeiter von Bio-Produkten starten? Informieren Sie sich über die zur Zelt gültige Reglementierung. Durchlaufen Sie die verschiedenen Schritte, um mit Bio zu starten, berechnen Sie online Ihre Kosten und laden Sie die Formulare herunter. Antworte auf Ihre Fragen fienden Sie in den FAQ.

    Technisches Merblatt - Verarbeiter Info Technisches Merblatt - Verarbeiter Info(pdf)
    Die vom Certisys-Prüfer durchgeführten Kontrollen beziehen sich u.a. auf:

    -    die Herkunft der Grundstoffe und deren Lieferanten
    -    die Lager
    -    die Maßnahmen zur Trennung der konventionnellen von den Bio-Produkten
    -    die Rezepte und Verarbeitungsverfahren
    -    die Karteikarten Herstellung/Material
    -    den Zusammenhang zwischen eingehenden Grundstoffen und ausgehenden Fertigprodukten
    -    die Etikettierung.

    Die für die Verarbeiter wichtigen, aufzubewahrenden und vorzulegenden Dokumente:

    -    die Zertifikate der Lieferanten
    -    alle Register samt Eintragungen (Reinigung, Trennung, usw.)
    -    die Karteikarten bzgl. Warenannahme und Produktion
    -    die Eingangsdokumente (Lieferscheine, Ankaufsrechnungen) und Ausgangsdokumente (Lieferdokumente, Verkaufsrechnungen)
    -    das Beschwerdenheft
    -    die Karteikarten bzgl. des Tierverkehrs.

    Nach seinem Besuch übermittelt der Certisys-Prüfer seinen Bericht an das Zertifizierungsteam, das  die Übereinstimmung zwischen den Feststellungen und den geltenden Regeln prüft und ggf. das BIO-Zertifikat für die Erzeugnisse ausstellt.

  • Reglementierung

    Produktklassen

    Es gibt vier Zertifizierungsklassen für verarbeitete Produkte, je nach Prozentanteil der biologischen Zutaten:
    1. Produkte aus 100% biologischen Zutaten. Falls bestimmte Zutaten nicht verfügbar sind, können bis zu 5% nicht-biologische, in einer einschränkenden Liste aufgeführte Zutaten eingesetzt werden;
    2. Produkte mit weniger als 95% Zutaten aus der biologischen Landwirtschaft;
    3. Produkte der Konvertierungsperiode zur biologischen Landwirtschaft;
    4. Produkte mit als Hauptzutat ein Produkt der Jagd oder Fischerei.
    Die Etikettierungsregeln sind für jede zertifizierte Produktklasse einzuhalten.

    Zusammenstellung der Kennzeichnungsregeln nach den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und Nr. 889/2008 anwendbar ab dem 01.01.2009 Zusammenstellung der Kennzeichnungsregeln nach den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und Nr. 889/2008 anwendbar ab dem 01.01.2009(pdf)

    Rezepte und Zutaten

    - Die Aromastoffe müssen bio- oder natürliche Aromastoffe sein.
    - In der biologischen Landwirtschaft sind nur bestimmte Zusatzstoffe und Hilfsmittel erlaubt (Positivliste*).
    - Wasser und Kochsalz sind erlaubt.
    - Genetisch modifizierte Organismen (GMO) und Zutaten auf Basis genetisch modifizierter Organismen sind verboten, ebenso für die nicht-bio Zutaten.
    - Die Verarbeiter sollten bei der Verarbeitung der Bio-Produkte, die mittels GMO hergestellt sein könnten,  sorgfältig auf die Zutaten, Aromastoffe und andere zugelassene Substanzen achten. Um bei der Verarbeitung dieser Produkte mit der Bio-Kontrolle in Übereinstimmung zu sein, muss der Verarbeiter bei seinen Lieferanten ein ”Nicht-OGM”-Attest beantragen.

    GVO-Erklärung GVO-Erklärung(pdf)

    Gemischte Unternehmen

    Es werden Garantien bzgl. der Nicht-Kontaminierung für alle Produktionsabschnitte verlangt. Dies bedeutet:
    - getrennte und identifizierte Lagerung der Grundstoffe;
    - eine Trennung der Räumlichkeiten und der zeitlichen Abläufe während des gesamten Produktionsverfahrens;
    - eine Buchführung, in der deutlich zwischen den Ankäufen, Verkäufen und Lagern von Bio- und Nicht-Bio-Produkten unterschieden wird;
    - ein Reinigungsregister (Eintragung der durchgeführten Reinigungen).

    Unzulässige und erlaubte Verfahren

    - Ionisierende Behandlungen sind verboten

    - Die meisten gängigenen mechanischen, physikalischen oder mikrobiologischen (z.B. Fermentierung) Verarbeitungsverfahren sind erlaubt.

    Subcontracting